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Wissenswertes über den Schnuller PDF Drucken E-Mail
Wussten Sie, dass
  • der Schnuller zu Stillproblemen /Saugproblemen führen kann?
  • Stillschwierigkeiten durch einen Schnuller oft verstärkt werden?
  • Kinder, die den Schnuller benutzen, statistisch kürzer gestillt werden?
  • die negativen Auswirkungen des Schnullers nicht unbedingt in den ersten Wochen auftreten müssen?
  • Kinder ohne Schnuller seltener an Mittelohr-Infektionen erkranken?
  • es durch den Schnuller zu einer ungünstigen gewohnheitsmäßigen offenen Mundhaltung kommen kann, die mehr Infekte der oberen Atemwege und Zahnfehlstellungen begünstigt?
  • es durch den Schnuller zu einer schlaffen Körperhaltung mit Rückenproblemen kommen kann?
  • Kinder mit Schnuller häufiger aufgrund vergrößerter Rachenmandeln operiert werden müssen?
  • logopädische Behandlungen bei Kindern mit Schnuller häufiger erforderlich sind?
  • der Schnuller die Kinder in Kommunikation und Erforschung der Umwelt (Dinge in den Mund nehmen) behindert?
  • Kinder ohne Schnuller im Durchschnitt intelligenter werden?
  • aus Gewohnheit die Gefahr des "Zustöpselns" besteht?
  • Kinder, die keinen Schnuller hatten, später besser küssen?
  • es umso leichter ist, den Schnuller wieder abzugewöhnen, je weniger die Kinder den Schnuller benötigen?
  • durch den Schnuller Latex-Allergien entstehen können?
Deshalb ist ein achtsamer Umgang mit dem Schnuller ratsam! Wir empfehlen daher ein bewusstes Einsetzen des Schnullers!

Anmerkung zum Beruhigungssaugen

Jedes Baby nmöchte gerne saugen. Die einen mehr, die anderen weniger. Dennoch braucht das Baby den Schnuller nie. Es braucht das Original - die Mutterbrust. Wenn Sie sich dennoch für den Schnuller entscheiden, sollten Sie ihn gezielt einsetzen: Ein Kind sollte nie gegen seinen Willen zum Saugen angeregt ("zugestöpselt") werden.

Manchmal wollen Kinder auch nur gehalten und getragen werden. Anderen Kindern ist einfach nur langweilig und sie brauchen Hilfe, um in ein Spiel zu finden.
Wenn ein Kind saugen möchte, ist die Empfehlung der ersten Wahl, es zu stillen bis es die Brust von selbst loslässt. Beim Stillen braucht man sich keine Gedanken zu machen, wo jetzt wieder der Schnuller ist, ob er auch sauber ist, ob es vielleicht dem Kiefer schadet oder das Baby doch Hunger hat.

Lassen Sie Ihr Baby an anderen Beruhigungssaugern (Finger der Eltern, Daumen des Kindes, Schnuller o.a.) solange saugen, wie es diesen wirklich braucht. Überlassen Sie dabei aber Ihr Kind nicht sich selbst, sondern begleiten Sie es, geben Sie ihm Ihre Nähe (ein Kind, das saugen will, kann seinen Kummer noch nicht selbst austragen).

Räumen Sie den Beruhigungssauger wieder bewusst weg. Ihr Kind braucht vielleicht noch etwas Nähe oder Begleitung, um wieder in ein freies Spiel zu finden.

Kinder, die als Baby ihr Saugbedürfnis stillen konnten, zeigen später weniger sekundäre Habits wie Nägel beißen, Stifte kauen, Lippen saugen, oder ähnliches. Wenn Ihr Kind Tag ein Tag aus gar nicht zum saugen aufhören will, sowohl an der Brust, als auch an anderen Beruhiungssaugern, sollte das als emotionaler Hilfeschrei des Kindes wahrgenommen und dem nachgegangen werden. Was kann dahinter stecken, dass Ihr Kindso an Ihnen oder seinem Schnuller, Daumen o.ä. hängt? Was braucht es eigentlich? Anfangs kann ein Baby ein Problem oder Unbehagen nur durch Schreien äußern. Auf einer späteren Entwicklungsstufe lernt es seine Probleme auszudrücken und zu verändern bzw. zu aktzeptieren. Zu dieser Entwicklung können Sie Ihrem Kind helfen, in dem Sie sich seiner annehmen, es trösten und sein Problem auch sprachlich ausdrücken bzw. wenn es sich beruhigt hat, Lösungen gemeinsam suchen. Sich mit einem lachenden Baby freuen, sich einem weinenden Baby annehmen, ist der Grundstein für eine Entwicklung zu einem selbstständigen zufriedenen Menschen.

Wenn Sie sich für den Gebrauch eines Schnullers entscheiden, sollten Sie einen Sauger verwenden, der möglichst weich und anpassungsfähig ist. Außerdem sollte er im Zahn- und Lippenbereich einen möglichst kleinen Durchmesser haben, um den Mundschluss und die Zahnentwicklung möglichst wenig zu behindern.
Setzen Sie den Schnuller bewusst ein und geben Sie ihn bewusst wieder weg, wenn das Kind ihn nicht mehr braucht. Lassen Sie den Schnuller nicht herum liegen oder an der Schnullerkette sichtbar baumeln. Dies verleitet Ihr Kind geradezu, den Schnuller in seinen Mund zu stecken.
Stöpseln Sie Ihr Kind nicht mit dem Schnuller zu, sondern versuchen Sie, den Ursachen der Unruhe auf den Grund zu gehen und es durch Zuwendung zu trösten.
Geben Sie ihn möglichst selten Ihrem Kind und gewöhnen Sie ihn möglichst frühzeitig wieder ab.

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema sind wir Ihnen selbstverständlich gerne behilflich!

Ihr Team der Pharao Apotheke
 

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    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.