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Hilfreiche Tipps zum Entleeren der Brust PDF Drucken E-Mail

 

Wenn es nötig ist, die Brust selbst zu entleeren, kann dies auf verschiedene Arten geschehen:

  • mit der Hand
  • mit einer Handmilchpumpe
  • mit einer elektrischen Brustpumpe

Ziele der Brustentleerung können sein eine begrenzte Menge Muttermilch zu sammeln (als Vorrat, wenn Sie ohne Kind außer Haus gehen möchten), eine übervolle Brust zu entlasten (z.B. wenn das Baby zum ersten Mal durch-schläft), die Milchmenge aufrechtzuerhalten (z.B. bei Benutzung von Stillhütchen),die Milchbildung aufzubauen (z.B. bei Saugproblemen, bei einem frühgebo-renen oder kranken Kind), auf Überschuss zu pumpen (z.B. für ein Frühgeborenes)

Das Wichtigste für eine erfolgreiche Milchgewinnung ist das Anregen des Milchspen-dereflexes. Ohne ihn können Sie nur die Milch aus den Milchgängen hinter der Areo-la (Warzenhof) entleeren. Die meisten Probleme beim Abpumpen oder Ausstreichen sind auf das Ausbleiben des Milchspendereflexes zurückzuführen und nicht auf eine zu geringe Milchproduktion. Haupt-Gegner des Milchspendehormons Oxytocin ist dabei das Stresshormon Adrenalin. Sie sollten also alles vermeiden, was auf Sie unnötig Druck ausübt bzw. Stress erzeugt und dadurch den Milchfluss zum Erliegen bringt. Förderlich hingegen ist ausgiebiger Hautkontakt, Ruhe und Entspannung so-wie reichlich Schlaf (wann immer möglich). Sie können das Auslösen Ihres Milchspendereflexes erleichtern durch

  • eine vertraute oder möglichst entspannte Atmosphäre und Umgebung
  • Anwendungen auf der Brust mit feuchter Wärme
  • Wärmekissen zwischen die Schulterblätter legen
  • Rückenmassage von Ihrem Partner
  • sanfte Massage unter der warmen Dusche
  • sanfte Stimulation durch leichtes Rollen der Mamillen zwischen den Fingern
  • meditative Entspannungsübungen, Visualisieren (die Milch fließt, das Baby liegt im Arm beim Stillen)
  • ein Foto, eine Windel oder ein Kleidungsstück mit dem Geruch Ihres Babys, wenn Sie und Ihr Kind im Moment noch getrennt sind
  • viel Unterstützung von Hebamme, Stillberaterin, Partner und/oder anderen Familienmitgliedern
  • verwenden eines Doppelpumpsets beim Entleeren mit einer elektrischen Brustpumpe

Hygienemaßnahmen
:

Damit Ihre Milch so wenig wie möglich mit Keimen kontaminiert wird, sollten Sie, insbesondere wenn Sie für Ihr zu früh geborenes oder krankes Baby Milch abpumpen, folgende Regeln einhalten:
  • tägliches Duschen
  • Hände und Fingernägel gründlich mit Wasser und Seife waschen
  • Stilleinlagen, falls verwendet, häufig wechseln,
  • sterile Behältnisse bei jedem Entleeren verwenden
  • die Brust unter fließendem Wasser abspülen (ohne Seife und Lappen!), abtupfen mit Einmalhandtuch oder an der Luft trocknen lassen
  • die ersten gewonnenen Tropfen Muttermilch verwerfen, weil sie eine stärkere Keimbelastung aufweisen; außer beim Kolostrum, hier ist jeder Tropfen wertvoll!
  • die Milch möglichst umgehend verfüttern, ansonsten kühlen oder einfrieren

Für ein gesundes termingeborenes Baby können die Hygieneregeln etwas lockerer gehandhabt werden.

Effizientes Pumpen

Der ideale Pumpbeginn

Damit nach der Geburt die Milchbildung optimal angeregt wird, sollten Sie bei einer Trennung von Ihrem Kind oder bei Saugproblemen am besten sofort, spätestens 6 Stunden nach der Geburt, mit dem Abpumpen beginnen. Zum Aufbau der Milchproduktion ist es erforderlich, die Brust genauso oft zu entleeren, wie ein gesundes Neugeborenes gestillt werden würde 3stündlich tagsüber, mindestens 1mal nachts. Ihr Baby erhält dadurch rasch Ihr wertvolles Kolostrum. Aber auch für Sie selbst bringt der Mehraufwand Vorteile: der Milcheinschuss verläuft meist unproblematisch und Ihre Gebärmutter bildet sich schneller zurück.
Die Einhaltung der täglichen Pumpzeiten ist von besonderer Wichtigkeit beim Aufbau und Erhalt der Milchbildung. Sie sollten als Bestandteil des Tages zur Gewohnheit werden: mindestens 8mal abpumpen innerhalb von 24 Stunden in den ersten 10 Tagen, anschließend zur Aufrechterhaltung der Milchproduktion 6-8mal oder mindestens 100 Minuten mit nur einer 6stündigen nächtlichen Pause. Somit wird gewährleistet, dass Sie genügend fettreiche Hintermilch bilden und bei der Entlassung des Babys eine ausreichende Milchmenge produzieren. 

Pumpset

Für die Medela Symphony Brustpumpe sind Absaughauben in unterschiedlichen Größen erhältlich. Wenn Sie insbesondere eine sehr kleine Mamille oder relativ große Mamillen haben und sich deshalb beim Abpumpen Probleme (z.B. wunde Mamillen) ergeben, ist es ratsam, auf eine Ihrer Mamillengröße angepassten Absaughaube zu wechseln.

Pumpdauer

Zur Auslösung des Milchspendereflexes sollte eine Brustmassage dem Pumpen vorausgehen (zeigt Ihnen Ihre Stillberaterin). Viel Hautkontakt (Känguruen bei Frühchen) hebt die Konzentration Ihrer Stillhormone. Beim einseitigen Abpumpen ist eine Pumpzeit von 20-30 Minuten empfehlenswert: linke und rechte Seite jeweils im Wechsel etwa 7 Minuten, dann 5 Minuten und schließlich noch jeweils 3 Minuten entleeren. Dadurch wird das Abpumpen durch mehrere Oxytocinschübe (Milchspendehormon) unterstützt. Wesentlich effektiver und zeitsparender ist das Pumpen mit einem Doppelpumpset. Die Prolaktinmenge (Milchbildungshormon) ist wesentlich höher und damit die Milchproduktion vermehrt. Die Pumpzeit beträgt lediglich 10-15 Minuten. Grundsätzlich ist es besser für die Milchbildung häufiger etwas kürzer (8mal 15 Minuten) zu pumpen, als seltener und länger (z.B. 6mal 20 Minuten).

Hygiene

Hier gelten selbstverständlich die oben bereits erwähnten Hygieneregeln. Abpumpen bei wunden Mamillen
Feuchten Sie Ihre Mamille zur besseren Haftung vor dem Abpumpen an.
Bei wunden Mamillen pumpen Sie zuerst an der weniger schmerzenden Seite, eventuell auch unter Verwendung eines weichen Brustglockeneinsatzes.
Das Pumpen beginnen Sie am besten mit niedrigstem Vakuum (geringstem Sog) und höherer Zyklenzahl. Nachdem die Milch fließt, reduzieren Sie die Zyklen und erhöhen schrittweise das Vakuum, soweit es noch angenehm für Sie ist.
Verteilen Sie nach dem Pumpen Muttermilch auf Ihrer Mamille und lassen Sie diese antrocknen. Dadurch wird die Heilung wunder Mamillen gefördert.
Sollten Ihre wunden Mamillen trotz korrektem Pumpen und begleitenden Maßnahmen nicht heilen, so ist ein Wechsel des Pumpenmodells in Erwä-gung zu ziehen.
An Soor, einer Pilzinfektion, sollte bei langwierig wunden Mamillen gedacht werden. Eine entsprechende ärztliche Behandlung ist dann notwendig (von Mutter und Kind).

Reinigung der Pumpsets

Die Teile der Pumpe (Brustglocke, Sammelflasche) nach dem Entleeren der Brust mit Bürste und Spülmittel reinigen und mit klarem Wasser gut nachspülen. Einmal täglich 20 Minuten auskochen oder vaporisieren. Bei einem gesunden Neugeborenen reicht es aus, die einzelnen Teile in der Geschirrspülmaschine (65°C) zu reinigen. Staub kann den Aufbau des Vakuums beeinträchtigen, deshalb müssen Membran und Luftschläuche auch hin und wieder gereinigt werden. 

Tages-Pump-Plan

Sie tragen lediglich das Datum ein und unter die Zeitangaben die abgepumpte Men-ge an Muttermilch. Anhand der Spalte „Gesamt“ können Sie einen Überblick über Ihre Tagesmenge an gepumpter Milch erhalten.

Datum     7.00     9.30     12.00     14.30     17.00     19.30     22.00     4.00     Gesamt



Bei weiteren Fragen zu diesem Thema sind wir Ihnen selbstverständlich sehr gerne behilflich!

 Ihr Team der Pharao Apotheke







 

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    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.