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Hilfreiche Tipps zum Aufbau der Milchproduktion |
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Oft sorgen sich stillende Mütter, dass sie nicht genug Milch für ihr Baby produzieren, weil
- sich ihre Brust plötzlich weicher anfühlt,
- ihr Baby häufiger gestillt werden möchte,
- sie nicht informiert sind über Wachstumsschübe ihres Kindes,
- die Stillmahlzeiten zu kurz oder zu lange dauern,
- ihr Baby sehr unruhig ist, viel weint und wenig schläft,
- das Baby in der Nacht oft gestillt werden möchte,
- keine Milch beim Milchspendereflex an der Brust tropft, die gerade nicht stillt,
- sich keine oder nur sehr wenig Milch ausstreichen bzw. abpumpen lässt.
Wenn nachfolgend aufgezählte Faktoren zutreffen, können Sie selbst rasch beurteilen, ob Ihre Milchbildung ausreicht:
- Ihr Kind trinkt idealerweise von beiden Brüsten,
- Sie stillen pro Seite etwa 20 Minuten,
- Sie stillen Ihr Kind mindestens 8mal binnen 24 Stunden,
- beim Saugen Ihres Kindes können Sie eindeutige Schluckgeräusche hören,
- Ihre Brust fühlt sich nach dem Stillen weicher an,
- ab dem 6. Tag nach der Geburt, hat Ihr Kind mindestens 6 nasse Windeln pro Tag
- ab dem 6. Tag und in den ersten Wochen sechs Wochen, hat Ihr Kind mindestens 3 - 4 mal täglich Stuhlgang
- Ihr Baby ist aufgeweckt, hat einen guten Muskeltonus und glatte Haut,
- es ist meist zufrieden nach dem Stillen (satte Babys können aus anderen Gründen unruhig sein!),
- Ihr Baby nimmt kontinuierlich zu: mindestens 22g pro Tag – mindestens 150g (bis 250g) pro Woche, das Geburtsgewicht ist erreicht mit 14 Tagen, das Geburtsgewicht ist verdoppelt mit 5-6 Monaten. Kopfumfang und Länge nehmen zu.
Wenn Ihr Baby nicht richtig gedeiht, so können Sie wie folgt vorgehen, um Ihre Milchbildung wieder zu steigern:
- Wenn erforderlich, füttern Sie Ihrem Baby zusätzlich Säuglingsnahrung, eventuell mit einem Brusternährungsset (fragen Sie bei uns in der Apotheke nach).
- Achten Sie auf eine korrekte Anlegetechnik und Stillposition.
- Eine angenehme Brustmassage vor und während des Stillens erhöht die Konzentration des Milchbildungshormons.
- Stillen Sie alle 2 Stunden tagsüber und mindestens 2mal nachts.
- Legen Sie Ihr Baby pro Seite etwa 20 Minuten an und wechseln Sie während einer Stillmahlzeit öfters die Seiten.
- Stillen Sie Ihr Kind, wenn es ganz wach ist.
- Mehrmaliger Seitenwechsel während einer Stillmahlzeit fördert die Milchbildung und hält Ihr Baby wach. Wickeln Sie Ihr Baby bevor Sie die andere Brust reichen. Sollte es wieder einschlafen, dann entkleiden Sie Ihr Baby bis auf die Windel und stillen mit direktem Hautkontakt weiter (leichte Decke über das Baby legen).
- Pumpen Sie am Ende einer Stillmahlzeit nochmals mit einer elektrischen Milchpumpe etwa 10 Minuten nach, möglichst mit einem Doppelpumpset.
- Stillen Sie das Saugbedürfnis Ihres Kindes an Ihrer Brust und nicht mit dem Schnuller.
- Achten Sie selbst auf eine ausgewogene Ernährung.
- Schränken Sie Ihren möglichen Genussmittelkonsum drastisch ein (Nikotin, Coffein).
- Nehmen Sie Ihr Baby mit zu sich ins Bett, schmusen Sie viel mit ihm, am besten mit nackter Haut auf nackter Haut. Benutzen Sie ein Tragetuch. All dieses Kuscheln bewirkt ein Ansteigen des Mütterlichkeits- und Milchbildungshormons.
- Holen Sie sich Entlastung im Haushalt und gönnen Sie sich viel Ruhe! Denn an erster Stelle stehen nun Sie und Ihr Baby!
Bei weiteren Fragen sind wir Ihnen selbstverständlich gerne behilflich!
Ihr Team der Pharao Apotheke
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